Kreuzberg
Wallfahrtsort, Kloster und traditionsreiche Brauerei
Neben der Wasserkuppe ist der Kreuzberg mit seinen 932 m der zweithöchste Berg der Rhön. Nicht nur als Wallfahrtsort ist der Kreuzberg bekannt, auch das weltberühmte Klosterbier zieht scharenweise "Pilger" an.
Der frühere Name des Kreuzberg war Aschberg und deutet auf kultische und religiöse Handlungen auf dem Berg zur Keltenzeit hin. Seit der Missionierung der Franken durch St. Kilian und seinen Gefährten im Jahr 686 gilt der Kreuzberg als „Heiliger Berg der Franken“.
Westlich unterhalb des Gipfelplateaus befindet sich das Franziskaner-Kloster Kreuzberg mit Klosterbrauerei - der einzigen Brauerei, die der Franziskanerorden in Deutschland betreibt.
Vom Kloster Kreuzberg führt ein Kreuzweg mit Bildkapellen zu den drei steinernen Golgotha-Kreuzen (vermutlich eines der am häufigsten fotografierten Motive der Rhön). Sie stellen die 12. Station des Kreuzwegs dar. Dessen Verlauf ist dem Kreuzweg in Jerusalem nachempfunden.
Jährlich finden 70 bis 80 Wallfahrten zum Kreuzberg statt.
Vom Kreuzberg aus besteht Sicht zu den Schwarzen Bergen, zur Dammersfeldkuppe, ins obere Sinntal, zur Wasserkuppe, zur Langen Rhön, zum Thüringer Wald und ins Brendtal. Bei sehr guten Sichtverhältnissen ist im Westen der Taunus mit dem Großen Feldberg zu sehen.
Die Klosterbrauerei
1692 wurde von den Franziskanern an dem bereits bestehenden Wallfahrtsort ein Kloster errichtet. Diesem Zweck diente das Kloster in ununterbrochener Folge bis in unsere Tage. Die landschaftliche Lage und die fortgeschrittene Motorisierung haben dazu beigetragen, dass sich der Kreuzberg zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt hat, von dem auch das Kloster profitieren konnte. Bereits 1901 hat sich der spätere Kardinal Faulhaber mit der Bemerkung in das Gästebuch eingetragen: „Den Kreuzberg herauf kam ein endloser Zug, die einen zur Kirche, die anderen zum Krug." Und dieser Zug ist bis heute nicht abgerissen.
Zurzeit leben im Kloster sechs Franziskaner. Die Verrichtung der praktischen Tätigkeiten in Brauerei, Schänke und Pensionsbetrieb wird von ca. 50 weltlichen Angestellten wahrgenommen. Da die Franziskaner zu den Bettelorden zählen, legt man großen Wert auf die Feststellung, dass Konvent und Wirtschaft keine wirtschaftliche Einheit bilden. Die Preise in der Schänke hält man volkstümlich. Die erwirtschafteten Gewinne werden wieder für Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus beteiligt sich der Konvent finanziell an den Provinzaufgaben und der Missionsarbeit.
Bruder Franz Haus
Der Kreuzberg und sein Franziskanerkloster sind seit Dezember 2008 um einen einmaligen Ort der Begegnung, Besinnung des Erlebens reicher. Das historische, denkmalgeschützte Haus von 1687 gehört zu den ältesten Gebäuden am Kreuzberg.
Das Bruder Franz Haus lädt alle Menschen ein, die Gedankenwelt des Heiligen und der Franziskanischen Ordensgemeinschaft kennen zu lernen. Zentrum des Hauses bildet eine eindrucksvoll gestaltete Ausstellung: „Franz von Assisi und Gottes Schöpfung“ – eine Ausstellung in 5 Kapiteln.
Als Mehrfunktionenhaus dient die Einrichtung auch als touristisches Informationszentrum über den Kreuzberg und die Rhön.
Öffnungszeiten: täglich 10 – 17 Uhr (freier Eintritt)











